Der Winter...

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Der Winter...

Wieder ist ein Jahr vergangen und sicherlich ist sehr viel passiert. Die Welt verändert sich täglich und nicht alles was geschehen ist hat uns gefallen.

Terror, Angst und Gewalt versucht unsere Welt zu erschüttern und dahingegen zu verändern, dass unser Urteilsvermögen getrübt wird, wir die Dinge nicht mehr klar sehen und falsche Schlüsse ziehen, sodass unser friedliches Miteinander gestört wird. Wie schön wäre unsere Welt, wenn wir ein wenig mehr der Natur lauschen würden und in ihr ein Vorbild suchen würden.

Was ist mit dem Klima?

Aber auch in unserem Klima zeichnen sich immer stärkere Veränderungen ab. In einigen Gebieten Deutschlands wird es zunehmend stürmischer, im Sommer feuchter und schwüler, die Unwetter immer beeindruckender. Ein Festbinden zum Schutz vor Stürzen vom Regal ist vor allem bei den kleinen Bäumen empfehlenswert. Der Klimawandel findet immer mehr an Bedeutung und auch wir Bonsai-Liebhaber müssen uns mit diesem Thema beschäftigen. Veränderte Wettersituationen werden den einen oder anderen auf neue Herausforderungen stellen.

Das Winterquartier

Die meisten Bonsai wurden bereits in ihr Winterquartier gebracht, beziehungsweise gegen starke Wetterbedingungen geschützt. Bei der Überwinterung im Gewächshaus ist darauf zu achten, dass an warmen und sonnigen Tagen ein Luftaustausch stattfindet und die Türen und Fenster geöffnet werden, damit die Temperaturen im Innern nicht übermäßig steigen. Die Folge wäre ein verfrühtes Austreiben der Bäume, wodurch sie ihren natürlichen Winterschutz verlieren. Auch wenn Ihre Bäume nun weniger Wasser benötigen sollte hin und wieder der Wasserhaushalt überprüft werden.

 

Tipp: Legen Sie ein paar zerbrochene Stücken Eis auf die Substratoberfläche. Sobald die Temperaturen steigen wird dieses schmälzen und wässert den Bonsai automatisch.

 

Für uns Menschen ist es nun die Zeit Bilanz zu ziehen. Dies tun wir nicht nur in Dingen die unser soziales Miteinander betreffen, sondern auch im Bereich unserer Bonsai gibt es weitere Aufgaben, welche man nun in Ruhe vornehmen kann.

 

 

Die Verfeinerung des Zweigwerks an laubabwerfenden Bäumen

Für Besitzer von laubabwerfenden Bäumen ist es eine gute Zeit das Wachstum des vorherigen Jahres und den Astaufbau der Pflanze zu bewerten. Durch die nun fehlenden Blätter kann ein Pflegeschnitt durchgeführt werden und der Baum auf die kommende Wachstumsperiode vorbereitet werden. Es ist eine gute Zeit um tote Bereiche zu säubern, unerwünschte Knospen zu selektieren und dem verfeinern von entstandenen Narben. Der jährliche Sommerschnitt reicht nicht aus, um die Zweigverteilung in einem ausgewogenen Verhältnis zu halten. Im entlaubten Zustand bietet sich die Chance, Strukturierung und Verteilung im Einzelnen zu betrachten und Korrekturen vorzunehmen.

 

Bei genauerer Betrachtung fällt vielleicht auf, dass nun einige Triebe direkt nach oben, oder unten gewachsen sind. Solche Triebe sind unerwünscht und zu entfernen. Andere wiederum sind in einer geschlossenen Biegung entstanden und passen nicht so recht in das Gesamtbild. Ansammlungen von Knospen, welche im kommenden Frühjahr austreiben und zu unschönen Verdickungen führen, sollten ebenfalls aus der Gestaltung entfernt werden. An einigen Ästen befinden sich kleine Stumpfen, welche die Linie des Astest verschwinden lassen und daher unerwünscht sind.

Grundsätzlich sollte man an diese Arbeiten methodisch rangehen und dabei nicht das harmonische Gesamtbild aus den Augen verlieren. Neben der Lokalisation und Korrektur von unerwünschten Trieben gilt es die Wunden unmittelbar zu verschließen. Verzichtet man auf diese Nachsorge, so läuft man Gefahr, dass der behandelte Ast austrocknet. Das Nutzen von Wundverschlusspaste (für Laubbäume) fördert den Heilungsprozess und ist eine gute Methode um diesen Gefahren vorzubeugen. Das Arbeiten mit geeignetem und gepflegten Werkzeug ist das A. und O., wenn man gute Ergebnisse an laubabwerfenden Bäumen erzielen will.

Die empfohlenen Werkzeuge sind eine kleine Zange, welche vorhandene Stümpfe bündig abschneidet. Eine kleine Schere mit kurzen Blättern, zum Arbeiten an feinen Verzweigungen und zum Beschneiden von mittleren, bis dicken Ästen eine Konkavzange.

 

Die Werkzeugpflege

Damit die Qualität und Effektivität erhalten bleibt, kann man einige Pflegemaßnahmen im Bezug auf sein Werkzeug ergreifen. Damit der nächste Sommer kommen kann sollte es scharf geschliffen und gepflegt sein.

Gute Hilfsmittel sind hier Öl, Schleifstein und Schleifmittel. Der Schleifstein sollte feinkörnig sein und vor dem Einsatz mit sogenanntem Werkzeugöl (in geringen Mengen) behandelt worden sein. Ein Poliermittel für Metall wird im Vorfeld genutzt, um die Klinge von Schmutz und anderen Resten zu befreien.

 

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